Klavier spielen - Die Grundlagen

Im Laufe der letzten Jahre hat mich neben der Gitarre ein Instrument immer mehr interessiert – das Klavier. Dazu muss ich aber auch Piano, Synthesizer oder Keyboard zählen, denn auch diese können richtig gut klingen, aber das Ur-Instrument dieses Tasteninstrumentes ist nun mal das Klavier.

Besonders großartig finde ich es, wie ein Klavier im Zusammenspiel mit anderen Instrumenten klingt und wie es Songs aufwerten kann. Damit ich also meine nächsten Songs mit Klavier-Parts aufpeppen kann, habe ich mir überlegt mich etwas mit den Grundlagen des Klavierspielens zu beschäftigen. Ohne, dass ich mich jetzt zu intensiv mit der Klavier Theorie beschäftigen muss und es einfacher habe Klavier nach Gehör zu spielen oder Klavier zu spielen ohne Noten lernen zu müssen.

Wer also Bock hat, auf ein paar kleine Basics, der hat hoffentlich Spaß an diesem Artikel. Wollt ihr mehr in die Tiefe einsteigen, dem kann ich Kurse empfehlen wie z. B. die von Piano Revolution: https://piano-revolution.de/klavier-spielen-ohne-noten/ bei denen man lernt ganz ohne Noten Klavier zu spielen.

Jetzt aber zu meiner kleinen Aufstellung der für mich wesentlichen vier Basics um locker ins Klavierspielen zu kommen.

1. Die Klaviatur

Alle Tasten eines Klaviers zusammengefasst bezeichnet man als Klaviatur. Auf der Klaviatur gibt es schwarze Tasten, die aufgeteilt in 2er und 3er Gruppen sind sowie weiße Tasten.

12 Tasten ergeben dabei eine Oktave und meistens gibt es bei einem Klavier 88 Tasten, was 7,25 Oktaven entspricht. Man kann also die gleichen Töne in unterschiedlichen Höhen und Tiefen spielen.

Klaviatur die Tonleiter

Ganz zu Anfang gab es übrigens keine Halbtöne, sondern nur sogenannten Stammtöne, auch diatonische Tonleiter genannt. Diese Stammtöne wurden mit den ersten Buchstaben des Alphabets bezeichnet, sie entsprechen der C-Dur-Tonleiter. Die Töne waren: A B C D E F G, und begannen mit C: C D E F G A B. Im deutschsprachigen wurde aus irgendeinem Grund dann zur aller Verwirrung das B in ein H verwandelt (das würde jetzt zu tief gehen).

Da Ganztöne aber auf Dauer langweilig sind, hat man später dann Zwischentöne eingefügt und die Ganztöne somit nochmal unterteilt. Daraus entstanden dann die schwarzen Tasten zwischen den Ganztönen, daher kommt auch die Aufteilung in 2er und 3er Gruppen.

2. Akkorde

Ein Akkord ist der harmonische Zusammenklang von mehreren Tönen. Dabei können von zwei bis zu vier oder noch mehr Töne gleichzeitig erklingen. Die Standardakkorde werden dabei vom Grundton aus gebildet und bestehen meistens aus drei Tönen, alle anderen Akkorde vernachlässigen wir in diesen Basics erst einmal und sind gerade am Anfang wohl eher „nice to have“.

Die Standard-Akkorde werden aus drei Tönen gebildet, die wichtigsten sind dabei die Moll und Dur-Akkorde.

Moll- und Dur-Akkorde

C Moll und C Dur Akkord Klavier

Akkorde werden aus dem Grundton und einer großen sowie einer kleinen Terz gebildet.

Moll-Dreiklang

Grundton + kleine Terz + große Terz

Dur-Dreiklang

Grundton + große Terz + kleine Terz

Eine kleine Terz ist dabei der Ton von 3 Halbtonschritte. Die große Terz sind 4 Halbtonschritte.

Wenn man sich nun die Klaviatur ansieht und ein C-Dur spielen will, kann man sich schnell die weiteren beiden Töne heraussuchen, indem man vom Grundton 4 Halbtonschritte (2 x Halbtöne und 1 x Ganzton) macht und dann von diesem Ton wieder 3 Halbtonschritte (1 x Halbton und 1 x Ganzton).

Das Gleiche kann man dann mit weiteren Akkorden durchführen, um sich die entsprechenden Akkorde selber bilden zu können. Mit dieser einfachen Berechnung findet man schnell die Akkorde auf dem Klavier, die man auch gerne spielen möchte.

3. Pentatonik

Im Blues und um Solos auf der Gitarre zu schreiben, habe ich immer die Pentatonik genutzt. Der Begriff Pentatonik wird abgeleitet von dem griechischen Wort Penta. Penta steht für “5 Töne” und beschreibt eine Tonleiter aus fünf unterschiedliche Töne. Es gibt die Dur und die Moll-Pentatonik und ist einer der ältesten und gebräuchlichsten Tonleitertypen auf der gesamten Erde.

Die C-Dur-Pentatonik besteht z. B. aus den Tönen der C-Dur-Tonleiter, allerdings ausgenommen der Quarte (F) und der großen Septime (H)… aber ganz im Ernst, das ist doch schon zu viel Theorie hier, oder? Machen wir es kurz mit einem kleinen Code, mit dem du die Moll- und Dur-Pentatonik bestimmen kannst.

Pentatonik für Klavier A-Moll und C-Dur

Die Moll-Pentatonik

Die Moll-Pentatonik leitet man sich mit einem Schema ganz schnell her.

G = Ganzton
H = Halbton

Vom Grundton geht man aus und berechnet sich dann die Töne nach diesem Schema:

GH, H, H, GH, G

Fü A-Moll sind die Töne dann ausgehend von A: C, D, E, G.

Die Dur-Pentatonik

Die Dur-Pentatonik leitet man sich mit einem Schema ganz schnell her.

G = Ganzton
H = Halbton

H H GH H GH

Für C-Dur sind die Töne dann ausgehend vom C: D E G A.

4. Klavier Lieder für Anfänger

Um ein bisschen ins aktive Klavier spielen hereinzukommen, habe ich nach einfachen Liedern gesucht, die einem helfen sich etwas besser an das Klavier Spielen zu gewöhnen. Hier meine Liste der 5 besten Klavier Lieder für Anfänger:

  1. Yann Tiersen – Comptine d`un autre ete
  2. Gary Jules – Mad World
  3. Adele – Hello
  4. John Lennon – Imagine
  5. Rolling Stones – You Can’t Always Get What You Want

Ich hoffe ich konnte dir mit diesem kleinen Artikel rund um die Grundlagen des Klavierlernens helfen ein paar Schritte in Richtung des Klaviers, Pianos oder Synthesizers zu machen. Vielleicht hilft dir der Artikel auch nur um deine Songs mit Klavier-Sounds aufzufrischen und dein Songwriting zu verbessern.

Ich bin gespannt auf dein Feedback. Viel Spaß beim Klavier lernen.

Martin Schulze Weischer

Martin Schulze Weischer

Martin ist Redakteur der Seite Wrock-TV, spielt in einigen Bands und veröffentlicht über Wrock einige Songs u. a. auch mit Klavier Elementen.

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