Boss MT-2 Metal Zone

Der Metal Zone ist ein Effektpedal für die Gitarre von der Firma Boss. Genauso wie der Boss HM-2 (Heavy Metal 2) sollte auch der Metal Zone ein komplett aufgedrehtes Ungeheuer von mehreren Füll Stacks nachbilden. 

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Die wichtigsten Fakten zum Metal Zone

  • Nutze den Metal Zone im verzerrten Kanal, hier entfaltet er mehr Power als im cleanen Channel
  • Schleife den Metal Zone in den FX Loop, das sorgt für mehr Druck als wenn du ihn vor den Amp einsetzt
  • Der „High“ – Regler zerstört schnell den Sound
    Jede kleinste Drehung eines EQ Regler haben großen Einfluss auf den Sound
  • Experimentiert lange mit den EQ-Reglern
  • Nutze den Boss Metal Zone als Booster / EQ, indem du den „Level“-Regler aufdrehst und den „Distortion“-Kanal komplett runterdrehst. Die EQ Regler nach Belieben einstellen.

Vorschlag Grundeinstellungen MT-2:

Diese Einstellungen sollen euch als Ausgangsbasis für eure eigenen Anpassungen helfen.
  • Level: 2 Uhr
  • High: 3 Uhr
  • Low: 2 Uhr
  • Middle: 1 Uhr
  • Mid freq: 3 Uhr
  • Dist: 10 Uhr

Geht ihr mit den Einstellungen in einen Röhrenverstärker dürfte das Ergebnis schon ziemlich fett sein und man kann von hieraus weiter an den Einstellungen feilen. Ggf. müsst ihr am Amp selbst den Bass etwas absenken.

Tipps & Tricks für die Nutzung des Metal Zone

Metal Zone in den FX Loop

Ola Englund hat in seinem Metal Zone Video eindeutig gezeigt, was für ein Tier in dem Pedal steckt. Der Grund weshalb er selbst so überrascht von dem Metal Zone war ist, weil er ihn direkt in den FX Loop des Verstärkers eingeschleift hat, so wurde die Endstufe ordentlich angeheizt. Probier daher unbedingt den Metal Zone im FX Loop aus..

Metal Zone als Boost

Den Metal Zone kann man wunder bar als Boost nutzen. Einfach den Distortion Regler komplett runterdrehen, den Level aufdrehen und den EQ nach Belieben anpassen. Ein klassischer Marshall kann dadurch ordentlich Power bekommen.

Metal Zone als HM-2

Der Metal Zone kann nach einer kleinen Kettensäge klingen und dadurch etwas an den HM-2 Sound herankommen. Um diesen Kettensägen Sound zu erreichen, müsst ihr den Level und den Distortion Regler maximal aufdrehen.

Vor- und Nachteile des Pedals

  • Equalizer

    Nur wenige Distortion Pedals haben so einen großartigen direkt eingebauten Equalizer. Wenn man mit ihm umgehen kann versteht man auch den Metal Zone.

  • Vielseitigkeit

    Der Metal Zone als Funktion im Effekt Loop, als Boost oder mit seinen EQ Möglichkeit bietet eine hohe Vielseitigkeit an Einstellungen.

  • Equalizer

    Seine größte Stärke, ist gleichzeitig seine größte Schwäche. Mit dem Equalizer kann man einige Stunden verbringen, bis man seine perfekten Einstellungen gefunden hat.

  • Metal Sound

    Für den neuesten Metalcore Sound ist dieses Pedal vmtl. doch etwas zu Oldschool. Da doch lieber auf ein moderneres Pedal umswitchen wie den Boss Metal Core.

"Der Metal Zone spaltet die Welt der Gitarristen, hauptsächlich aus dem Grund, weil keiner wirklich mit dem Equalizer von dem Distortion Pedal umgehen kann."

Martin Schulze Weischer

Wrock TV

Produkteigenschaften

Eigenschaft

Spezifikation

Hersteller

Boss

Hergestellt in

Japan

FX

Distortion

Typ

Pedal

Lage der Potis

Oberseite

Bypass

Buffered Bypass

Batterie

Ja

Polarität

Center Negativ

Schaltung

Analog

Röhrenbestückung

Keine

Gewicht

0,44 kg

Der Metal Zone

Der Metal Zone ist ein Effektpedal für die Gitarre von der Firma Boss. Genauso wie der Boss HM-2 (Heavy Metal 2) sollte auch der Metal Zone ein komplett aufgedrehtes Monster von mehreren Full Stacks nachbilden. Seit der Einführung im Jahre 1991 und nach über einer Million verkauften Einheiten hat der Metal Zone die Metal-Gitarristen dieser Welt gespalten: Entweder man liebt ihn oder man hasst ihn. Woran das liegt? Der Metal Zone hat vier Einstellmöglichkeiten für den EQ, und diesen zu bändigen ist nicht immer leicht.

Das mit erfolgreichste Pedal der Welt wurde in 2021 sogar neu von Boss aufgelegt, mit dem 30-jährigen Jubiläums Modell MT-2-3A.

Equalizer-Regler des Boss Metal Zone im Detail

LOW-Regler

Der Low-Regler regelt die Klangfarbe des Effektsignals im Bereich der tiefen Frequenzen. Dreht man den Regler im Uhrzeigersinn so verstärkt es die Frequenz. Dreht man den Regler entgegen dem Uhrzeigersinn werden die Frequenzen gefiltert und abgemildert.

HIGH-Regler

Der High-Regler regelt die Klangfarbe des Effektsignals im Bereich der hohen Frequenzen. Dreht man den Regler im Uhrzeigersinn so verstärkt man die Frequenz. Dreht man den Regler jedoch entgegen des Uhrzeigersinns filtert man die Frequenzen.

MID-Freq-Regler

Mit diesem Regler bestimmt man die Frequenzen des Middle Reglers. Dreht man den Regler im Uhrzeigersinn, so erhöht man den Frequenz-Mittelpunkt. Hat man ihn auf maximal gedreht, so liegt der Frequenz Mittelpunkt bei 5 kHz. Dreht man diesen entgegen dem Uhrzeigersinn, so setzt man den Frequenz-Mittelpunkt weiter unten an. Bei minimal liegt die Mittlere-Frequenz bei 200 Hz.

MIDDLE-Regler

Hiermit erhöht oder verringert man den Pegel der Frequenz. Dreht man im Uhrzeigersinn, so verstärkt man die Frequenz, dreht man entgegen des Uhrzeigersinn so senkt man die Frequenz.

Die Lage der Frequenz wird dabei durch den MID-Freq-Regler bestimmt. 

DIST-Regler

Wenn man den Regler im Uhrzeigersinn dreht, so erhöht sich das verzerrte Signal. Ist der Regler zo hoch eingestellt, tauchen schneller Rückkopplungen auf und es entstehen Pfeifgeräusche.

Den Metal Zone richtig einstellen

Schauen wir uns einige Einstellungen an, wie man den Metal Zone am besten einstellen kann..

Wenn man standardmäßig Effektpedale auf 12 Uhr einstellt, kommt in der Regel schon ein ziemlich guter Grundsound heraus, mit dem man gut arbeiten kann. Der Metal Zone stellt sich hier leider schon quer. Stellt man alle Potis auf 12 Uhr, kommt ein eher ernüchterndes unfettes Ergebnis heraus.

Der Grund dafür ist der zweistufige Gain-Schaltkreis sowie vielseitige EQ-Sektion, die so fast kein anderes analoges Pedal besitzt. Der Metal Zone bietet zwei aktive EQ-Regler mit 15dB Cut oder Boost sowie zwei Mittenregler mit Boost/Cut.

Möchte man also Herr über den Metal Zone werden, muss man einige Zeit in die EQ-Sektion investieren und sich mit dieser auseinandersetzen, denn nur eine kleine Drehung zu weit und der Sound des MT-2 hat sich schon wieder stark verändert.

Speziell mit dem „High“-Regler muss man sehr vorsichtig umgehen, er kann den Sound ziemlich schnell unaufgeräumt klingen lassen. Der „High“-Regler arbeitet als Shelving-EQ, was bedeutet, dass sämtliche Frequenzen im höheren Bereich angehoben oder gesenkt werden. Es hebt oder senkt also auch die oberen Mitten, was dazu führt, dass sämtliche Einstellungen des Pedals durch den Höhenregler beeinflusst werden. Ein einfaches Zurückdrehen des Höhenreglers, um das Zischen im Ton zu senken, führt daher schnell zu einem allgemeinen dunkleren Gitarrensound, da sämtliche oberen Mitten beschnitten werden.

Um problematische Frequenzen zu eliminieren, sollte man daher den Mittenregler „Mid Freq“ nutzen. Er arbeitet von 200 Hz bis 5 kHz, was eine deutlich weitere Range als nur die „Mitten“ sind. Er beeinflusst also den gesamten Klang der Verzerrung.

Auch mit dem Distortion Regler muss man vorsichtig arbeiten, hier bietet es sich an, mit sehr niedrigen Einstellungen zu beginnen und langsam zu erhöhen, um den wirklich perfekten Sweet-Spot ausfindig zu machen.

Meine empfohlenen Einstellungen sind die High und die Lows des EQ etwas anzuheben und die Mitten leicht rausdrehen.

Musiker die den Metal Zone nutzen

Simon Neil von Biffy Clyro

Simon Neil von Biffy Clyro nutzt den Metal Zone im Live Rig, um eine ordentliche Sättigung im Sound zu erhalten. Auch er bestätigt, dass man die EQ Regler nur minimal drehen sollte, da jeder winzige Millimeter extremen Einfluss auf den Sound hat.

Als Einstellungen nutzt Simon Neil:

  • Mid Freq: 10 Uhr
  • Middle Freq: 11 Uhr.
  • Low : 12 Uhr
  • High: 12 Uhr
  • Distortion: 12 Uhr

Simon Neil von Biffy Clyro spielt allerdings auch einen zweiten Amp im cleanen Kanal, meistens einen Fender.

Kurt Ballou von Converge / God City Studio

Kurt Ballou von Converge und den God City Studios nutzt den Metal Zone im Röhrenverstärker durch abgesenkten EQ, runtergedreht Distortion und hohen Level zur Sättigung zu bringen und den Verstärker ordentlich zu boosten.

Ola Englund The Haunted / Feared

Wie schon oben beschrieben nutzte Ola Englund in einem seiner bekanntesten Videos den Metal Zone als Preamp im FX Loop und erzielte damit einen extremen druckvollen Metal Sound.

Kirk Windstein von Crowbar

Kirk Windstein von Crowbar nutzt den Metal Zone als Boost seines Randall RG100RS. Dabei hat er den Level komplett aufgedreht, Distortion komplett rausgedreht und sämtliche EQs auf 12 Uhr.

Cannibal Corpse

In den 90ern nutzten Cannibal Corpse den Metal Zone der in den Dual Rectifier läuft. Als Gitatrenpickups wurden EMG81 gespielt.

Waza Metal Zone

In 2018 gab es eine Metal Zone Neuauflage von Waza. Diese hat als zusätzliche Funktion den S– und C–Mode, welche für Standard und Custom Modus zu verstehen sind. Der Standard Modus ist der Sound den man auch vom alten Metal Zone kennt und der Custom Modus ist für moderneren Metal geeignet.

Der Custom Mode hebt grundsätzlich etwas den Bassbereich an und zieht ihn etwas mehr an – damit können auch moderne Metalcore Kids gut arbeiten.

Als 30-jährige Jubiläumsausgabe gab es den MT-2-3A ebenfalls in grau-auf-schwarz Version, allerdings nur in 2021.

Erfahrungen Metal Zone

Ich habe das Pedal seitdem ich 17 Jahre alt bin, ich hab allerdings erst richtig gelernt mit dem Metal Zone umzugehen als ich 34 Jahre alt war. Ich hoffe, es dauert nicht so lange bei euch und dieser Artikel rund um den Boss Metal Zone hat euch etwas geholfen, das Distortion Pedal etwas besser zu verstehen.

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