E-Bass kaufen: Worauf achten?

Du möchtest dir einen E-Bass kaufen? Eine super Idee! Generell ist es immer sinnvoll ein Instrument lernen zu wollen, deine Lieblingslieder nachzuspielen und später mit Freundinnen und Freunden eine Band zu gründen. Es gibt generell ein paar Punkte die äußerst wichtig sind beim Kauf von einem E-Bass.

Darauf musst du generell achten beim E-Bass Kauf:

  • Reicht dein Budget für den auserwählten E-Bass?
  • Gibt es Risse, Wölbungen, Löcher oder Lackschäden auf dem E-Bass?
  • Ist der E-Bass bundrein?
  • Ist die Saitenlage gut?
  • Kannst du längere Zeit auf dem E-Bass spielen, ohne Schmerzen zu bekommen?

Generell solltest du immer versuchen einen E-Bass in einem Musikgeschäft zu kaufen. Das ist wichtig, damit du dich ausführlich beraten lassen kannst von einem Verkäufer. Deshalb, keine Angst auch viele doofe Fragen zu stellen, immerhin möchtest du ja einen E-Bass kaufen auf dem du viele Jahre spielen wirst als Bassist.

Checkliste E-Bass kaufen

In der Checkliste zum Thema “E-Bass kaufen”, findest du alle Punkte die du beachten musst beim Kauf eines E-Bass. Einfach kostenlos herunterladen, ausdrucken und ins Musikgeschäft zum E-Bass Kauf mitnehmen.

Welches Holzarten gibt es bei dem E-Bass?

Verschiedene Hölzer haben ganz unterschiedliche Wirkung auf den Klang einer Bassgitarre. Besonders wichtig ist die Wahl des Holzes bei dem Body vom E-Bass, denn er hat den größten Einfluss auf den Sound. Hochwertiges Holz in guter Qualität ist hierbei absolut wichtig bei einem guten E-Bass. In jedem Gitarrengeschäft oder Online Shop für Bassgitarren oder Gitarren gibt es immer Angaben zur Holzart des Body’s und Halses – diese solltet ihr immer erfragen beim E-Bass kauf. Hier nun einige der am häufigst gebrauchten Holzarten beim E-Bass und welche Eigenschaften Sie aufweisen.

Esche und Erle

Esche und Erle sind sich sehr ähnlich. Im Gitarrenbau werden sie eingesetzt um einen Bass oder eine Gitarre herzustellen die einen gleichmäßigen, ausgewogenen und resonanten Ton erzeugt. Besonders schön ist die Maserung von Esche, was dem Bass eine schöne Optik gibt.

Agathis

Einige Bässe für Einsteiger werden aus Agathis gefertigt. Da dieses Holz aus einem Baum besteht, der häufig vorkommt, ist es dementsprechend günstig im Einkauf. Dies schlägt sich im Preis wieder, sodass besonders bei Einsteigerbässen häufig auf Agathis zurückgegriffen wird, um den Einstiegspreis möglichst gering zu halten. Besonders die Mitten bei E-Bässe aus Agathis klingen prägnanter im Gegensatz zu anderen Hölzern. Agathis stellt eher eine Zwischenstufe von Esche/Alde zu Mahagoni dar.

Mahagoni

Bässe aus Mahagoni klingen warm und vollmundig. Besonders die tiefen Töne klingen bei E-Bässen aus Mahagoni besonders hammermäßig. Mahagoni Bässe sind damit die wohl beliebtesten unter Bassisten, in der Regel aber auch teurer als Bässe aus anderen Holzarten, da das Holz seltener ist.

Linde

Linde ist ein günstigeres Holz im Bass und Gitarrenbau. Lindenholz ist weicher als andere Holzarten, was dafür sorgt, dass Vibrationen leichter absorbiert werden und dadurch ein kürzeres Sustain bei Bässen mit Lindenholz vorliegt. Oft will man viel und schönes Sustain haben, für Bassisten und Gitarristen die eher virtuos spielen ist ein eher kürzeres Sustain wichtig – daher kann diese Holzart für Virtuose interessant sein.

Ahorn

Ahorn weist eine sehr hohe Dichte auf. Dadurch haben Bässe aus Ahorn ein tolles Sustain. Weiterhin erzeugt Ahorn einen hellen, klaren und knackigen Sound, weshalb viele Bassisten von Bässen aus Ahorn sehr überzeugt sind.

Bezeichnungen der Hardware eines E-Bass

Bezeichnungen der Einzelteile eines E-Bass
Einzelteile einer Bassgitarre

Ein E-Bass besteht aus verschiedenen Bauteilen und vielen kleinen Einzelteilen. Daher ist es gut, wenn man als E-Bass Anfänger oder fortgeschrittener E-Bass Spieler sich nochmal die genauen Bezeichnungen der einzelnen Bauteile anschaut, damit man mit dem Verkäufer auch über die richtigen Dinge beim E-Bass spricht:

  • Tonabnehmer: Pickups oder auch Tonabnehmer genannt, nehmen den gespielten Ton der Saiten auf und wandeln diesen in elektrische Signale. Die Signale werden dann an den Bass-Verstärker weitergeleitet.
  • Bünde: Ein Bund unterteilt den Gitarrenhals in einzelne Abschnitte. Pro Bund kann ein Ton dann einen halben Ton höher oder tiefer gespielt werden.
  • Inlays: Die Inlays kennzeichnen die einzelnen Bünde.
  • Mechaniken: Zu den Mechaniken eines E-Bass gehören z. B. die Guitar Tuners mit welchen du jede einzelne Saite stimmen kannst.
  • Griffbrett: Auf dem Griffbrett greifst du einzelne Saiten oder ganze Akkorde, welche dann den entsprechenden Ton erzeugen.
  • Pickguard: Das Schlagbrett, oder auch Pickguard genannt, schützt den E-Bass vor Kratzern auf dem Korpus.
  • Bridge: Die Bridge oder Steg genannt hält die Saiten und überträgt die Schwingungen des E-Bass auf den Korpus.
  • Korpus: Der Korpus ist der Körper des E-Bass, durch Ihn wird am stärksten der Ton eines E-Basses beeinflusst.

Ich hoffe dir konnten die Bezeichnungen des E-Bass helfen um bei dem E-Bass kauf auch genau auf jedes Einzelteil zu schauen und richtig benennen zu können. 

4, 5 oder 6-Saiter E-Bass kaufen?

Traditionell kennt man wohl eher Bässe mit vier Saiten, doch immer häufiger sieht man Bassisten mit fünf und sogar sechs Saiten. E-Bass Anfänger sollten meiner Meinung nach immer auf einem 4-Saiten-Bass starten, ist man dann zu einem guten Bassisten geworden und man möchte ausgefallener spielen, so kann man sich dann einen fünf oder sechssaiter Bass kaufen.

Fretted oder Fretless E-Bass?

E-Bässe gibt es als Fretless Bass oder als Bässe mit Bünden. Ein Hals mit Bünden ist der Standard-Gitarren oder Basshals, bei welchem die Stahlbünde den Basshals in jede Halbstufe der chromatischen Tonleiter aufteilt. Gerade für Bass Anfänger sind Bässe mit Bünden daher leichter, da man Noten und Töne schneller findet und leichter spielen kann. Ein bundloser Bass hat einen Hals ohne Stahlbünde. Der Hals eines bundlosen Basses, oder Frettless Bass genannt, besteht nur aus glattem Holz, ähnlich wie bei einem Kontrabass oder eine Geige. Jeder Ton bei einem Fretless Bass hängt daher vollständig von der Fingerhaltung ab, weshalb man ein sehr geschickter Bassist sein muss um den Fretless Bass spielen zu können.

Fretless-Bass kaufen

Diese Fretless-Bässe werden häufig von berühmten Bassisten gespielt. Auch für Anfänger der Bassgitarre gibt es schon günstige Einsteigermodelle für Fretless Bassgitarren.

Akustik-Bassgitarren

Wer auch mal gerne Unplugged spielen will und nicht immer einen Bass Verstärker herumschleppen möchtel, dem kann man einen Akustikbass ans Herz legen. Er besitzt die gleichen Eigenschaften wie eine Westerngitarre, nur dass er viel dickere Saiten hat und diese auf vier Saiten begrenzt sind. Der Klang eines Akustikbasses wird durch den Hohlkörper erzeugt und ist sehr warm, volumig und robust.

Natürlich kann man einen Akustikbass ebenfalls mit Tonabnehmern kaufen oder nachträglich einbauen lassen um über einen Verstärker mit dem Akustikbass spielen zu können.

Kontrabass kaufen

Kontrabass kaufen alle Tipps und Tricks zum Kontrabasskauf
Ein Kontrabass wird heutzutage kaum noch gespielt. Schade eigentlich, denn er klingt ziemlich schön! Besonders in Rock’n’Roll Bands oder Folk Bands kann ein Kontrabass exzellent klingen. Wenn du dir also gerne einen Kontrabass kaufen möchtest, dann habe ich hier eine kleine Auswahl an Angeboten für Kontrabässe für dich erstellt:

Aktive oder passive Tonabnehmer?

Genau wie bei E-Gitarren gibt es auch bei dem E-Bass zwei Arten von Pickups, oder auch Tonabnehmer genannt.

Passive Tonabnehmer beim E-Bass

Passive Tonabnehmer gibt es seit Anfang der elektrischen Gitarren. Die passiven Tonabnehmer weisen einen dynamischen Klang auf, klingen warm und schaffen einen vollen Ton. Mit passiven Tonabnehmern hat man einen schönen runden Ton, allerdings bieten sie weniger Kontrolle über den Ton im Gegensatz zu aktiven Tonabnehmern. Die meisten Bassisten spielen allerdings passive Tonabnehmer, da diese einfach den natürlicheren Klang haben und aktive Tonabnehmer eher etwas zu genau und hart klingen.

Aktive Tonabnehmer beim E-Bass

Aktive Tonabnehmer werden im Gegensatz zu passiven Tonabnehmer über eine Batterie verstärkt. Durch die Batterie wird ein kleiner Vorverstärker geschaffen, der eine höhere Ausgangsleistung erzeugt. Man muss bei aktiven Tonabnehmern allerdings regelmäßig die Batterie wechseln, wasl ziemlich nervig sein kann.

Geschraubter Hals oder durchgängige Hals beim E-Bass?

Will man sich einen E-Bass kaufen, muss man sich auch entscheiden, welche Halskonstruktionsart man nutzen möchte. Die des geschraubten Basshalses ist die gebräuchlichste und die eher traditionelle Bauform des E-Bass-Halses. Geschraubt bedeutet dabei, dass der Hals aus einem separaten Holzstück besteht, welches an den Korpus des Basses geschraubt wird. Vorteilhaft bei dieser Variante ist, dass wenn der Hals beschädigt ist oder sich verzogen hat, dass man diesen dann problemlos ersetzen kann.

Bei dem durchgängigen Basshals läuft der Hals des Basses über die gesamte Länge der Bassgitarre. Dadurch weisen diese Bassarten ein viel höheres Sustain auf. Häufig bestehen diese Bässe aus mehreren verleimten qualitativ hochwertigen Holzstücken.

Fender Precision Bass oder Fender Jazz Bass?

Fender Jazz Bass

Die Fender Precision und Fender Jazz Bassgitarren sind die wohl beliebtesten E-Bässe unter Bassisten. Die Modelle wurden vor über 50 Jahren von Fender erfunden und werden heute noch, mit ein paar kleinen Veränderungen im Design und Technik, seit 1951 gefertigt.

Unterschiede Fender Precision Bass zum Fender Jazz-Bass?

Die Hauptunterschiede beim Fender Precision Bass und zum Fender Jazz-Bass lassen sich in drei Bereichen zusammenfassen: Korpus, Hals und Tonabnehmer. Achte besonders auf diese Punkte beim E-Bass kaufen!

Korpus des Fender Precision und Fender Jazz Bass

Der Precision Bass wurde 1951 das erste Mal zum Verkauf angeboten. Was seine Bauweise so besonders machte, waren die Doppel-Cutaways und das straighte Design. So etwas hatte die Bass-Welt bis dahin nicht gesehen. Diese schönen tiefen Einschnitte an der Unterseite und der Oberseite machten ihn insbesondere sehr bequem zu halten. Die ersten Fender Precision Bässe waren aus Esche, heute gibt es sie ebenfalls aus Erle.

1960 erschien der Fender Jazz Bass, seine Bauweise basierte auf der zuvor eingeführten Jazzmaster-Gitarre. Der Korpus besitzt eine versetzte Taille, was die Masse des Korpus nach vorne verlagert und damit der rechte Arm des Spielers somit mehr Platz hat. Der Jazz Bass kann mit Eschen- oder Erlenkorpus gekauft werden.

Halsprofil des Fender Precision und Jazz Bass

Die meisten Fender Precision- und Jazzbassmodelle besitzen einen Hals mit C-Form. Der Hals jedes Bass-Modells ist aus Ahorn, die Griffbretter sind entweder aus Ahorn, Palisander oder Pao Ferro. Der Precision-Hals hat eine konstante Dicke und verengt sich leicht zum Sattel hin. Der Jazz Bass besitzt einen engen Abstand der Saiten am Sattel. Dies erlaubt es dem Bass Spieler das Griffbrett leichter zu spielen.

Tonabnehmer des Fender Precision und Jazz Bass

In der ersten Version des Precision Basses wurde ein Single-Coil-Tonabnehmer mit verchromter Abdeckung verbaut. Später wechselte Fender dann zu einem Split-Coil-Pickup, was einen definierten und soliden Bass-Sound schafft.

Der Jazz-Bass besitzt zwei 8-poligen Singlecoils, was einen klareren Ton schafft. Durch einen Pan-Regler kann dann die Balance zwischen beiden Pickups eingestellt und der Ton der Pickups gemischt werden.

Fazit

Wie du siehst, gibt es einige Dinge auf die man achten muss bei dem E-Bass Kauf. Wenn du aber etwas recherchierst, dich gut informierst, einige verschiedene Bass Modelle vergleichst und diesen Ratgeber gelesen hast, sollte dir der E-Bass Kauf leichter von der Hand gehen.

Hast du weitere Fragen? Oder wurde nicht alles beantwortet? Gerne kannst du mir schreiben! Ansonsten wünsche ich dir viel Spaß beim E-Bass kaufen.

Martin Schulze Weischer

Martin Schulze Weischer

Martin spielt seit vielen Jahren Gitarre in verschiedenen Bands und ist ebenfalls Shouter in einer Hardcore-Band. Für die Band Wrock spielt er einen Fender Jazz Bass.